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Weltenvorstellung Tag 2: Die Draks und ihre Nachfahren

Bei einer selbst kreierten Welt und deren Rassen ist es oftmals nicht so einfach, sie angemessen darzustellen. So gut sind meine Zeichenkünste noch nicht, als dass ich sie mal eben portraitieren kann. Daher behelfe ich mich mit Bildern aus unserer Welt. Bei den Draks ist es mir noch einigermaßen gelungen. Bei allen anderen Völkern bleibe ich euch diesen Ansatz schuldig und greife auf Bilder zurück, die mehr ihrem Lebensraum oder Lebensstandard entsprechen. Und damit wisst ihr auch schon, womit ich weiter mache: Der Vorstellung neuer Rassen und ihrem Werdegang.


Nachdem nun die Voun verbannt waren und auch Scheeseecha von der Bildfläche verschwand, blieb Kataria, ihre Hülle, mit allem Leben darauf notgedrungen sich selbst überlassen. Erstaunlicherweise funktionierte diese erzwungene Eigenständigkeit sogar recht gut, jedenfalls in den Anfängen. Man könnte diese Zeit mit einem herrenlosen Garten vergleichen. Er verwildert zwangsläufig.

 

Vor ihrem Verschwinden hatte Scheeseecha die erste „intelligente“ Rasse geschaffen. Es waren die Draks, echsenartige Humanoide, ihre Lieblinge. Sie waren ihr sogar so ans Herz gewachsen, dass sie unter ihnen wandelte,  angepasst an deren Gestalt, aber als Gottheit erkennbar. Ihr Äußeres entsprach der einer schneeweißen Echse mit schillernden Farben, dominiert durch das silberblau ihrer magischen Präsenz.

 

Durch diesen Kontakt entstand der Glaube an eine Gottheit, der bis in die Gegenwart überdauert hat, ja sogar die Draks selbst überlebte. Sie waren es, die ihr ihren Namen gaben, Scheeseecha. Im Gegenzug machte sie ihnen ein Geschenk, das noch die Nachfahren der Draks, die Drakkaren, ihr eigen nennen. Der verbalen Sprache unfähig, gab Scheeseecha ihnen die Gabe, mittels Gedanken zu kommunizieren. Wir würden das Telepathie nennen, aber die Völker Katarias reden allgemeinhin von Gedankensprache, eine Sprache, die höchstens noch Scheeseecha und ihren verbannten Voun beherrschen.

Leider verschwand dieses erste Volk von Katarias Anlitz. Geschwächt und dezimiert durch die Eigenmächtigkeiten der Voun, war es ihr Flehen, das Scheeseecha einst erreichte. So sicherten sie ihren Nachkommen die Möglichkeit – nachdem die Voun verbannt waren – sich an eine veränderte Welt anzupassen.

 

Die Nachkommen der Draks sind die Drakkaren. Sie sind von deutlich humanoider Statur und bewohnen bis heute die wärmeren Klimate auf Onar und Omnu mit ihren umliegenden Landmassen und Inseln. Ihr Leben ist durch Familienverbände und engen kulturellen Regeln geprägt, in denen die Frauen das Sagen haben. Es gibt kein Volk und keine Rasse, weder in der Vergangenheit noch bis zur Gegenwart, das naturverbundener lebt als sie. Daraus resultiert auch, dass ihr Äußeres sehr an ihren Lebensraum (Wüsten, Steppen, Tropen und Subtropen) angepasst ist.

 

Ihr Glaube an Scheeseecha ist bis heute unerschütterlich. Sie mögen äußerlich primitiv wirken, aber in Wirklichkeit sind sie hochintelligent und könnten mit ihren magischen Fähigkeiten die Welt an sich reißen. Doch sie tun es nicht. Sie

ehren Scheeseechas Schöpfung und respektieren jegliches Leben in dem einst vorbestimmten Gleichgewicht zwischen Leben und Tod.

 

Das klingt zu schön, um wirklich wahr zu sein, oder? Nun, es ist wahr. Aber Tatsache ist auch, dass nichts für die Ewigkeit bestimmt ist. Irgendwann erblickten Drakkaren das Licht der Welt, lange nachdem Scheeseecha zuletzt gesehen wurde, die mehr sein wollten, als es ihre Lebensweise und Kultur hergaben. Das war die Geburtsstunde eines Volkes, das später als Sanmaren bekannt wurde und zur Geisel Katarias aufstieg. Ihre Entwicklung führte die Welt an den Rand der Zerstörung. Doch davon erzähle ich euch in meinem nächsten Beitrag.