Onlinebuchmesse2018 Tag 2 Das Genre

Wie ihr von gestern vielleicht noch wisst, bin ich Fantasyautorin. Doch die Fantasy ist ein sehr großes Gebiet. Es gibt sehr viele Subgenre. Das meine ist die High Fantasy. Ich wurde schon oft gefragt, was das eigentlich ist. Am besten beschreibt folgender Satz den Kern dessen.

 

Alles kann, nichts muss!

 

In der High Fantasy ist zunächst einmal alles erlaubt. Es gibt nur eine einzige Regel, die man wenn möglich beherzigen sollte. Jedes Geschehen sollte nachvollziehbar sein. Wenn etwas nicht plausibel ist, wirkt es schnell undurchdacht, zu sehr an den Haaren herbeigezogen, unrealistisch. Interessantes Wort für eigentlich nur ausgedachte und eher realitätsferne Umstände. Aber das ist die Kunst der High Fantasy. Dinge, die es im realem Leben eigentlich nicht gibt, werden im Kontext so dargestellt, als wären sie bestenfalls das Normalste von der Welt. Das ganze Gegenteil ist aber aus der Perspektive der Romanfiguren auch möglich. Das kann sich auf Lebewesen, Technologien und Magie gleichermaßen erstrecken. Sogar die Welt als solches kann ausgedacht sein. Das beste Beispiel für so eine Welt ist Terry Pratchetts Scheibenwelt.

 

Als Autor der High Fantasy schafft man sich aber nicht bloß seine eigene Welt, mit allem was dazu gehört, sondern auch seine eigenen Regeln, bricht Naturgesetze und kann sogar auf das unter Weltenbastlern bekannte ISSO Prinzip zurückgreifen. ISSO ist die Abkürzung für "ist so". Es ist der schnellste Weg, etwas zu erschaffen, ohne es erklären zu müssen. Eine gut durchdachte Kombination aus ISSO und eigenem Regelwerk kann eine sehr interessante Sache in der High Fantasy sein. Das macht den Reiz dieses Genre für mich aus.

 

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