CharakterofSeptember2018-Challenge 6 und 7

In welcher Hinsicht seid ihr anders als andere Manori?

 

»Anders?«, wiederholt Nairi und denkt intensiv nach. Leichte Falten bilden sich auf dem Teil ihrer Stirn, der knapp unter dem knöchrigen Fortsatz liegt und der ihren Haaransatz um mehrere Fingerbreiten überragt. »Ich stelle unsere Regeln infrage, nicht unbedingt offen, aber ich hinterfrage sie. Manchmal überlege ich mir auch, was man anders oder besser machen könnte. Nur sind meine Vorstellungen so gut wie nie mit unseren jetzigen Regeln vereinbar.« Nairi lächelt verhalten und schaut auffordernd zu Yriiel.

 

 

»Jetzt soll ich wohl auch was sagen, hm?« Yriiel schüttelt noch leicht überfragt den Kopf, ehe er langsam sprechend beginnt. »Sieh mich an. Meine gelbe Hautfarbe und meine orangeroten Haare sind sehr selten unter den Manori. Die meisten haben eine bläuliche oder grünliche Hautfarbe. Anders macht mich auch mein wachsendes Verständnis für Nairis Handeln. Ich heiße es nicht gut, aber ich kann sie verstehen.«

 


Was wissen die meisten Manori nicht über euch?

»Ich beneide die Späher, um ihre verbesserte Nachtsicht«, meint Yriiel, ohne groß nachzudenken. »Sie können mit ihrem silbernen Auge nachts alles sehen. Tagsüber ist es lichtempfindlich, weshalb wir Krieger es normalerweise nicht haben. Aber ich, glaube der Nutzen überwiegt diese minimale Einschränkung. Im Kampf muss man gut sehen können, aber es zählen noch andere Eigenschaften. Sogar ein blinder Krieger ist ein gefährlicher Krieger.«

 

»Von mir wissen die meisten Manori nicht, dass ich eine Mando’kii werden möchte«, antwortete Nairi leise und schaut sich verstohlen um. Als sie Yriiels nicht sehr erfreuten Blick auffängt, schaut sie zurück nach vorne. »Ja, auch jetzt noch. Ich weiß einfach, dass ich mit Magie nützlicher wäre und im Dschungel Leben retten könnte, wo normales Handeln schon oft versagt hat und wir auf uns gestellt sind.« 

 


Ich sehe zu, wie Nairi ihre Arme trotzig vor der Brust verschränkt und Yriiel einen Blick zuwirft, den ich ziemlich gut von ihr kenne, und weiß, dass es jetzt keinen Sinn macht, ihnen noch eine Frage zu stellen. Das verschieben wir also besser auf morgen.

 

 

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