Einführung in GIMP

Wie einige von euch vielleicht wissen, existieren schon ein paar TUT’s von mir zu diesem kostenfrei erhältlichen Grafikprogramm. Allerdings setzten diese Beiträge ein wenig Vorwissen mit dem Umgang von Grafikprogrammen und vor allem GIMP voraus. Kürzlich wurde ich jedoch gefragt, wie man als Newbie das Handling mit GIMP am besten erlernt. Orientiert an dieser Frage sind meine nächsten Tutorials aufgebaut. Doch zuvor müsst ihr das Programm erst einmal kennenlernen, ehe ich euch die praxisnahe Arbeit anhand einiger ausgesuchter Themen veranschauliche.

 

Die Übersicht 

Nachdem ihr GIMP installiert und gestartet habt, sollte eure Ansicht beinahe so aussehen wie in diesem Screenshot. Dieser lässt sich mit einem Klick vergrößern. 

 


Um es leicht zu machen, habe ich gewisse Bereiche sichtbar gekennzeichnet. Die wichtigsten Bestandteile sind hier die Menüleiste in Rot und die beiden großen Fenster links und rechts in Blau vom Bildschirm. 

Im rechten Fenster seht ihr den sogenannten Ebenendialog und im linken gleich mehrere Dialoge in Lila. Dazu zählt der Werkzeugkasten mit seinen unterschiedlichen Tools. Mit einem Mouseover erhaltet ihr ein kleines Popup mit Erklärung, worum es sich jeweils handelt. Darunter schließen die vier in Reihe gebrachten kleineren Dialoge (Lila) Pinsel, Werkzeugeinstellung, Muster und Farbverlauf an.

 

Im ersten Moment kann diese Ansicht erschlagend sein, besonders wenn man noch nie ein Grafikprogramm gesehen hat und jetzt den Fehler macht, sofort ziellos im Menü herumzusuchen und wild drauf los zu experimentieren. Deswegen beginnen wir mit den ersten Schritten, die jedes Mal gleich ist, wenn eine neue Arbeit angelegt wird.

 

 

Erste Schritte!

Um eine Arbeit zu beginnen, brauchen wir wie bei einem Zeichenblock ein Stück Papier. Dazu gehen wir oben in der Menüleiste auf „Datei“ und klicken das Feld „Neu“ an. Ein Popup geht auf und fragt nach unseren Einstellungen.

(siehe neben stehende Abbildung, zum Vergrößern bitte anklicken).


Ein neues Bild bzw. Blatt Papier wird immer nach seinen Maßen für Höhe und Breite angelegt. Rechts daneben seht ihr die Maßeinheit. Die Standardeinstellung sind Pixel (px). Diese passt auch immer zu dem neu aufgetauchten Lineal, das ihr im Screen seht. Es befindet sich unterhabt der Menüleiste und am linken Rand. Am Fuß ist dafür eine weitere Kleinigkeit aufgetaucht. Hier findet ihr die Maßeinheit und die Vergrößerung in Prozent. Ihr könnt nämlich in euer Bild hinein und herauszoomen. Entweder gebt ihr an dieser Stelle den gewünschten Zoomfaktor ein oder ihr benutzt das Lupenwerkzeug im Werkzeugdialog. Die Handhabung sollte selbsterklärend sein - Tool auswählen und im Bild linksklicken.

 

Wenn ihr mit der Einheit Pixel nichts anfangen könnt, stellt auf die euch genehme Maßeinheit um. Für unsere ersten Schritte sind die hier vorzunehmenden (wichtigen) Feinheiten nicht von Belang. Ihr sollt erst einmal mit dem Programm und den Basisschritten vertraut werden. Das Wissen um wichtige Einstellungen insbesondere für spätere Druckaufträge lasse ich an entsprechenden Stellen einfließen.

 

Für eine Änderung der Maßeinheit klickt lediglich auf das Feld mit px. Ein Dropdown Menü springt auf. Der Einfachheit belasse ich es bei der sichtbaren Standarteinstellung und betätige mit „OK“.

 

Glückwunsch! Ihr habt eurer erstes Blatt Papier eines virtuellen Zeichenblocks in weißer Farbe erstellt. Die Neuerungen habe ich farblich (in Rot) hervorgehoben. Oberhalb der Menüleiste findet ihr die Basisinformationen zu der noch unbenannten Grafikdatei. 


Deren Größe findet ihr ganz unten am Fuß der Ansicht, satte 22,5 MB. Im rechten Ebenendialog seht ihr eurer Blatt Papier oder wie wir ab jetzt sagen „Ebene“. Es wird automatisch mit „Hintergrund“ betitelt, läßt sich jedoch jederzeit mit einem Doppelklick auf den Text ändern. Das Vorgehen kennt ihr von Windows, wenn ihr einen Ordner oder eine Datei umbenennen wollt.

 

Noch mehr Ebenen!

Jetzt seht ihr aber noch eine blaue Markierung im obigen Bild. Zwei unterschiedlich farbige Felder in weiß und schwarz mit einem beidseitigen Pfeil, der beide Farben verbindet. Klickt ihr diesen Pfeil an ändert sich die Position der beiden Farben. Es handelt sich hierbei um den Vordergrund und den Hintergrund. Beide lassen sich mit einem Klick auf die jeweilige Farbe in selbiger ändern. Probiert ruhig ein wenig daran herum. Es gibt so viele Farbeinstellungen, dass ich diesen Abschnitt ganz euch überlasse. Habt ihr euch für eine entschieden, bestätigt mit „OK“.

Vordergrund- und Hintergrundfarbe stehen in direkter Verbindung zur Erstellung einer neuen Ebene und der Malfarbe beim späteren Arbeiten. Die aktive Farbe ist immer die Vordergrundfarbe. Merkt euch das. Ein Popup beim Mouseover liefert euch zusätzlich die Basiserklärung.

 

Da wir gerade von einer neuen Ebene reden, machen wir das doch gleich einmal. Im Ebenendialog klicken wir am Fuß dieses rechten Fensters auf das Monitorsymbol. Schwupps habt ihr eure aktive Ebene dubliziert. Der Titel der Ebene kennzeichnet diesen Vorgang.

 

Allerdings könnt ihr nicht nur Ebenen verdoppeln, sondern auch neue schaffen. Ganz links am Fuß des Ebenendialogs ist ein Blattsymbol. Es ist ein sehr unscheinbares Icon. Klickt es an und ein Popup öffnet sich. Es sollte selbsterklärend sein, zumindest bis auf die Option „Transparenz“. Mit dieser Auswahl ist eure Ebene komplett durchsichtig.

 

Jetzt versteht ihr vielleicht, wieso ich anfangs von einem Skizzen- bzw. Zeichenblock gesprochen habe. Sämtliche Ebenen liegen in der Abfolge übereinander wie erschaffen. Unten befindet sich die Basis. Ihr könnt die Abfolge zu jeder Zeit verändern. Dazu klickt ihr eine Ebene an und benutzt wahlweise die am Fuß des Ebenedialogs grün erscheinenden Pfeile oder ihr navigiert mit gedrückter linker Maustaste die Ebene an den gewünschten Platz.

 

 

Die Zeichentools!

Bevor wir in diesem Tutorial langsam zum Ende kommen, möchte ich euch noch die wichtigsten Tools vorstellen. Hierzu gehören der Stift, der Pinsel, der Fülleimer und das Radiergummi. Namentlich dürfte klar sein, welche Funktionen die einzelnen Tools haben. Für Neulinge ist die Einstellung für das jeweilige Werkzeug nicht unbedingt genauso trivial.

 

Mit der Grundeinstellung von GIMP wird euch eine kleine Auswahl an Formen - sogenannten Pinselspitzen -mitgeliefert, die ihr für Radiergummi, Stift und Pinsel gleichermaßen nutzen könnt. Wo der Unterschied liegt, dürft ihr gerne in eigenen Experimenten herausfinden. So lernt ihr auch gleich die Tools näher und besser kennen, als wenn ich euch darüber nur berichte. Erwähnen möchte ich nur noch, dass ihr die Pinselspitzen in Größe, Form und Deckkraft verändern könnt, die drei häufigsten Anpassungen beim Arbeiten. Der Fülleimer dagegen ist zum Ausfüllen großer Flächen gedacht und bedarf nur gelegentlich einer Anpassung. 

Nebenstehend seht ihr sehr viele Pinselspitzen im entsprechenden Dialog des linken Fensters. Man kann neue in den entsprechenden Programmordner hinzufügen oder sogar selbst welche erstellen. Doch zu Anfang sollte ausreichen, was ihr habt. Näheres erkläre ich in einem meiner nächsten Beiträge. Und nun viel Spaß beim Experimentieren.

 


 

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