Skapla

Der Skapla gehört zur Gruppe der nachtaktiven Insekten auf Kataria und ist ein Einzelgänger. Vom Körperbau ähnelt dieses Tier der auf der Erde beheimateten Hundert- bzw. Tausendfüßer (siehe untere Abbildungen). Allerdings ist er weitaus größer. Erwachsene Exemplare messen im Durschnitt eine Länge von knapp drei Ellen.

Skaplas sind aufgrund ihrer Körpersegmente und den daran befindlichen Beinpaaren sehr wenig und schnell. Sie verfügen über keinerlei Sehorgane im herkömmlichen Sinn. Ihr Fühlerpaar am Kopf nimmt Bewegungen wahr, ähnlich einem Radar bei Fledermäusen. Wirklich gefährlich an ihnen ist jedoch ihr lähmendes Gift. Der Skapla injiziert es dem Opfer mit einem gesonderten Beißwerkzeug am Kiefer. Es ist Teil des schützenden Chitinpanzers an der Mundpartie. Die Giftdrüsen sitzen genau dahinter.


Als nachtaktives Insekt verkriecht sich der Skapla tagsüber in allerlei Verstecken. Er ist nicht sehr reviertreu, höchstens zur Paarungszeit, wenn die Weibchen Stellung beziehen und versuchen, ein Männchen auf sich aufmerksam zu machen.

 

Beliebt sind beim Skapla Laub- und Holzreste, in die er sich mit seinem vorwiegend erdfarbenen Erscheinungsbild hervorragend einfügt. Somit könnte er leicht übersehen werden, jedoch sondert er über seinen Körper eine übelriechende Flüssigkeit ab, die dem Verwesungsgeruch ähnelt. Damit hält er sich in seiner Ruhephase, wenn er angreifbar wäre, die meisten Fressfeinde vom Leib. Die, die es dennoch schaffen, ihn zu finden, müssten sich einem gefährlichen Gegner stellen oder aber sind so klein und viele davon nicht fähig, den Chitinpanzer zu knacken.

 

Zur Beute des Skapla gehört alles, was kleiner ist als er. Er ist ein nachtaktiver Räuber und nimmt es notfalls auch mit größeren Gegnern auf. Sein Gift, so tödlich und auch schmerzhaft es ist, dient den Manori im Dschungel von Onar als Pfeilgift. Die Beschaffung dessen ist den Jägern dieses Dschungelvolkes überlassen. Den jüngsten Jägern dient das Aufspüren und Erlegen eine Skaplas - nur so kommt man an dessen Gift -  als finaler Beweis dafür, ein vollwertiges Mitglied deren Kaste geworden zu sein.