Rike GIMPt Part II


 

In Rike GIMPt Part I habe ich Euch gezeigt, wie man mit GIMP eine Karte erstellen kann. Das Beitragsbild zeigt unseren bisherigen Stand. Es sieht nicht schlecht aus, aber wir sind noch nicht am Ende unserer Bastelei angekommen. Im Folgenden zeige ich, wie die Karte plastischer gestaltet und einen Rand erstellt werden kann, der sich gut in den Hintergrund einer Webseite einfügt. Also legen wir mal los.


Anmerkung!

Zunächst einmal solltet Ihr eure Kartendatei öffnen. Wenn Ihr alles so gemacht habt, wie in Part I beschrieben, habt Ihr noch alle angelegten Layer. Wenn nicht, dann wiederholt diese Schritte. Wir sind auf diesen Aufbau angewiesen.


Gimp besitzt eine Vielzahl an Filteroptionen. Uns interessiert heute jedoch nur eine davon, nämlich die Bump-Map. Zu finden ist dieses Tool im Hauptmenü unter Filter->Abbilden. Wenn Ihr eure Karte geöffnet habt, dann aktiviert das Tool Bump-Map mit einem Klick. Sofort erscheint ein neues Fenster, in dem sich einiges einstellen läßt. Jetzt gehen wir schrittweise vor.

 

"Wasser- und Landebene bearbeiten"

Rechts neben der Vorschau seht Ihr zwei einzeilige DropDown Menüs. Dort, wo "Bump-Map" steht, wählt Ihr die angelegte Wasserebene an und stellt den "Map-Typ" auf "linear". Da die Wasserebene sehr größflächig verläuft, sollte das Ergebnis sofort zu sehen sein. Die Vorschau verläuft in Echtzeit. Aktiviert jetzt noch "Verdunkelung kompensieren", damit das Bild nicht zu dunkel wird.

 

Jetzt beginnen wir ein wenig an den anderen Reglern zu spielen. Besonders interessant sind hier

  • Azimut
  • Höhenwinkel
  • Tiefe

Probert einfach mal ein wenig rum und betrachtet euer Ergebnis. Seid ihr zufrieden, dann bestätigt die Einstellungen mit "OK". Auf dieselbe Weise bearbeiten wir noch die Ebene für die Landmassen. Weiter unten seht ihr in einer Zoombetrachtung mein Ergebnis.


 

"Den Kartenrand erstellen"

Ich persönlich mag es, wenn der Kartenrand nicht so starr verläuft. Es gibt viele möglichen Gestaltungselemente, besonders wenn man mit sichtbaren Papier arbeitet. Abgegrabbelte Schriftrollen und Pergamente sind weitläufig bekannt. Das ist jedoch nicht unser Ziel, dafür hätten wir die Karte von Beginn an anders erstellen müssen. Wir machen stattdessen folgendes:

Zuerst benötigen wir eine neue Ebene. Diese sollte praktischerweise über der Wasser- und Landebene liegen. Meine habe ich als "Rand" bezeichnet. Anschließend gehen wir vor, wie in Part I für die "Küstenlinien" beschrieben ist.

 

Dazu wählen wir bei aktivierter Ebene aus dem Hauptmenü unter "Auswahl -> Alles" an. Eine sich bewegende Ameisenlinie sollte nun die gesamte Ebene umschließen. Nun brauchen wir einen Pinsel mit Weichzeichenradius und belassen die Deckkraft bei 100%. Die Farbe soll Schwarz sein. Hinzu kommt noch ein Zittern, das mit einer Rate von 0,20 - 0,45 ausreichend ist.

 

Jetzt wechseln wir in den Menüpunkt "Bearbeiten" und wählen "Auswahl nachziehen" aus. In dem sich öffnenden Fenster aktivieren wir:

  • Nachziehen,
  • Vollfarbe
  • Kantenglättung.

Die Linienbreite wird in Pixel angegeben und da beginnen wir mit einem sehr kleinen Wert z.b. 8 oder 10. Nun bestätigen wir mit "Nachziehen". 

 

Der Rand sieht noch nach nix aus. Also wiederholen wir das "Nachziehen" mehrmals (mindestens 3-4 mal). Dazu verringern wir stetig die Deckkraft und vergrößern den Pinselradius (probiert ruhig herum). Die Rate fürs Zittern bleibt gleich. Auf diese Weise ist der Rand tief schwarz und graut zur Bildmitte hin aus. Die nebenan stehenden Bilder verdeutlichen den Vorgang.

 

Ich persönlich habe mit zwei unterschiedlichen Layern gearbeitet und somit 2 Randtypen nach eben beschriebenen Schema angelegt. Rand 1 fiel sehr dünn aus und Rand 2 relativ breit. Beide habe ich übereinander gelegt und die Transparenz des oberen leicht verändert. So bleibt der schwarze Außenrand erhalten und die Graustufen zur Bildmitte bilden weichere Übergänge.

 

 



 

Wie unschwer zu erkennen ist, habe ich auch die Windrose verändert. Diese liegt auf einer anderen Ebene, deren Modus ich zum einen auf "Wert" gesetzt und zum anderen die Transparenz verringert habe.


Somit hätten wir eine Karte, die sich in eine Webseite mit schwarzen Hintergrund perfekt einfügen würde. Das ganze geht natürlich mit jeder Farbe, am einfachsten mit Weiß. Dazu wählen wir aus dem Menüpunkt "Farben" die Funktion "Invertieren" aus. So wird aus Schwarz -> Weiß. Das Ergebnis ist folgendes:

 

Schwarzer Rand wird zu

Weißer Rand.


 

So, das war es schon wieder. Beim nächsten Mal zeige ich Euch, wie man die Klimate und Meeresströmungen einer Welt in die Karte mit einfließen läßt.

 

Viel Spaß beim Nachbasteln und/oder Wiederholen der bisherigen Schritte. Wenn Ihr Fragen habt, stellt sie ruhig. Solange ich eine Antwort weiß, teile ich sie gerne mit Euch.

 

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