Morag

Kurzbeschreibung

Allgemeines

Die Morag sind ein zerrissenes und zuweilen kriegerisches Volk. Ihre Heimat sind die Kontinente Anmir und Askis, auf denen ebenso die Nasren, Nasrime, Beels und Wargs leben.

 Aussehen / Äußeres

 

Die Morag gehören zu den humanoiden Lebensformen Katarias und erreichen eine durchschnittliche Körpergröße von etwa 180 cm. Auffallend an ihnen ist ihre anthrazit bis pechschwarze Hautfarbe, die zuweilen einen unterschwelligen bläulich oder violetten Schimmer aufweisen kann. Daneben besitzen sie eine über den Haaransatz hinausragende gewellte Stirnplatte (siehe Manori). Im Vergleich zu der der Rhinagschen Völker ist ihre allerdings 6-8 fingerbreit hoch und leicht zum Hinterkopf gewölbt.

 

Ihr dunkles, unheimliches Äußeres wird durch die hervorstechenden gelblich grünen bis hellblauen Augen unterstrichen. Eine ähnlich geringe Farbvarianz weisen auch ihre Haare auf, die ebenso wie die Haut häufig violett- oder blaustichig sein kann. Der Grundton der Haarfarbe bilden allerding Weiß, Beige und Schwarz.

Entwicklungsstand

 

Aus der Perspektive von Wissenschaft und Technik betrachtet sind die Morag nicht gerade als fortschrittlich zu bezeichnen. Dabei waren ihre Ahnen einst in dieser Hinsicht sehr hoch entwickelt. Der Grund für diese Diskrepanz ist in ihrer Entstehung zu suchen. (siehe dazu Besonderheiten weiter unten)

 

Die Errungenschaften ihrer Vorfahren sind für sie daher nichts weiter wie im Nebel versunkene Erinnerungen, die am besten nie wieder das Licht der Welt erblicken sollten. Sämtliches Handwerk wird daher ohne technische Erleichterung ausgeführt (nur wenige Ausnahmen bestätigen die Regel). Erfindungen jeglicher Art und jeglichen Wissensgebietes stehen sie mit größtmöglicher Skepsis gegenüber.

 Besonderheiten

 

Bereits mit der Zeugung sind die Morag Träger eines dunklen Erbes. Ein Teil von ihnen ist Xaovoun. Ursache für dieses Schicksal ist eine Erfindung ihrer Vorfahren. Durch einen Unfall damit kam es zu einer Verschmelzung der Essenzen verschiedener Xaovoun mit einer breiten Zahl an Männern und Frauen. Diejenigen, die die Verschmelzung nicht sofort umbrachte und eine gewisse Zeit überlebten, kamen in den Genuss eines Segens der Shivoun, die sich ihrer erbarmten.

 

Sie erhielten ein zweites Leben, aber bezahlen zeit ihres Lebens einen hohen Preis dafür. Stets befinden die Morag sich im Kampf mit ihrem inneren Schatten. Im Gegenzug profitieren sie von dessen Fähigkeiten. Als einziges lebendes Volk sind die Morag in der Lage, dunkle Magie in ihrer Reinform anzuwenden, ohne dabei Schaden zu nehmen.

 

Eine weitere Besonderheit besitzen nur wenige Morag. Es handelt sich hierbei um die silberblauen Augen und Haare der jeweils betroffenen Person. Diese Färbung ist künstlich herbeigeführt und beruht auf einen permanenten magischen Einfluss des "normalen / neutralen" Makra. Dieses ist in hoch konzentrierter Form silberblau gefärbt.

 Sprache

 

Die Morag haben sich die Sprache ihrer Vorfahren bewahrt, das alte Sanim, wenngleich sie auch mit den jüngeren Völkern kommunizieren und sich dabei ihrer Sprache bedienen. Zudem verstehen sie Xor, die Sprache der Xaovoun, die allerdings äußerst selten gebraucht wird, und dann vorrangig nur von versierten Magiekundigen und Geistlichen.



Kultur

Lebensweise

 

Die Morag sind durch ihre Ahnen sehr geprägt worden. Daher sind sie sehr stadtbezogen und besiedeln auf diese Weise ganze Landstriche, die in viele, kleine und leicht zu überblickende sowie zu führende Bezirke unterteilt sind und die notfalls unabhängig voneinander existieren können. Nichtsdestotrotz herrscht reger Handel innerhalb der Bezirke eines Landstriches und zwischen den unterschiedlichen Ländereien, die nur einer einzigen Obrigkeit unterstehen.

 

Die grundlegende Versorgung geschieht mittels Landwirtschaft und der Jagd auf bewaldeten und offenen Gelände. Auch Fischfang gehört dazu, sogar zur See, sofern ein von Morag besiedelter Landstrich ans Meer angrenzt. Zudem ist ihnen die Schifffahrt nicht fremd.

 

In Bezug auf andere Völker geben sich die Morag eher zurückhaltend bis aggressiv. Lediglich zu den Nasren führen sie seit längerem eine eher neutrale Beziehung in Sachen Handel und Diplomatie.

Rituale

 

Das Volk der Morag besitzt je nach Region zuweilen unterschiedliche Rituale, deren detaillierte Nennung hier zu weit führen würde. Allerdings gibt es ein paar Wenige, die fest etabliert und überall dieselben sind. Hierzu gehören Geburt und Tod genauso wie die Eheschließung und die Erhebung in besondere gesellschaftliche Führungspositionen.

 Glaube

 

Der Glaube bei den Morag ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits wissen sie um die Shivoun und sehen sie als die Erlösung am Ende ihres Lebens an. Andererseits ist ihr Dasein mitunter den Xaovoun gewidmet, da diese durch ihre volkseigene Besonderheit jeden Moment ihres Lebens entscheidend mitbestimmen.

 

Die Morag wandeln auf dem schmalen Pfad des Gleichgewichts dieser beiden Extreme. Ihr Respekt und Hingabe gilt beiden Seiten gleichermaßen. Allerdings hinterlässt diese Hingabe zuweilen eine Art Arroganz, die ihr Volk der Gefahr aussetzt, doch noch an den Abgrund ihrer Existenz geführt zu werden. Immerhin sind sie das lebendige Beispiel für etwas schier Undenkbares und sind sich dieses Umstandes sehr wohl bewusst.

Magie

 

Die Magie ist bei den Morag allgegenwärtig und zählt bis zu einem gewissen Grad zum Grundwissen dieses Volkes. Schließlich war sie einst an ihrer Entstehung beteiligt und bestimmt seither ihr gesamtes Leben sowie ihren Glauben. (Siehe dazu Besonderheiten und Glauben)

 

Es gibt frei zugängliche Schulen. Jedes Mitglied der moragschen Gesellschaft, unabhängig seiner Herkunft, hat das Recht, sich zeit seines Lebens dem Erwerb von magischen Wissen zu widmen. Es anzuwenden ist widerum nicht jedem erlaubt. Dazu bedarf es einer weiterführenden Ausbildung in Fachkreisen von dazu befugten Magiewirkern und/oder Geistlichen.

 

Je nach Unterweisung sind sogar Krieger dazu in der Lage einfachste Magie anzuwenden, vorrangig diejenige, die in ihrem Innersten schlummert.

 gesellschaftliche Struktur

 

Die Gesellschaft der Morag weist einen pyramidenartigen Aufbau mit 4 Ständen auf. An der Spitze steht ein Alleinherrscher, dem ein siebenköpfiger Rat von Gelehrten zur Seite steht, und die adligen Familien. Letztere sind der verlängerte Arm des Herrschers und sorgen für die Führung in den einzelnen Bezirken der Ländereien.

 

Unmittelbar darauf folgen Militär und Geistlichkeit. Diese beiden Institutionen sind einander gleich gestellt und für den inneren sowie äußeren Frieden zuständig. Sie kontrollieren sich nicht nur gegenseitig, sondern haben auch ein Auge auf sämtliche Adlige und dem Rest des Volkes. Im Notfall sind sie dazu berechtigt eigenständig einzugreifen, aber müssen sich im Vorfeld der Zustimmung der jeweils anderen Institution versichern. Sollte dies nicht (mehr) möglich sein, haben sie alleinige Entscheidungsgewalt, allerdings nur in Notsituationen.

 

Die Mittelschicht wird präsentiert durch die Bereiche Handel (höheres Gewerbe), Bildung und gesundheitliche Versorgung. Hier tummeln sich vorrangig Kaufleute, Handwerksmeister, Gelehrte und auch Ärzte bzw. Heiler. Wie schon daran zu sehen ist, sind sie gegenüber der Unterschicht zumeist besser betucht und leben hauptsächlich innerhalb der Städte. Je nach ihrer Tätigkeit wird es aber auch passieren, dass sie sich für das Landleben entscheiden, um den Morag in diesem Lebensumfeld ihre Dienste anzubieten.

 

Zuletzt gibt es noch die eben erwähnte Unterschicht, die breite Basis des Volkes. Sie führen ein sehr einfaches Leben und sind je nach Ausübung ihrer Tätigkeit entweder auf dem Land anzutreffen oder aber in bestimmten Stadtvierteln, die ihrem Stand zugewiesen sind. Die Unterschicht stellt die Versorgung des Volkes sicher, betätigt sich im Handwerksbereich und sogar im einfachen Gewerbe, das nicht den Zünften der Mittelschicht zugeordnet ist wie z.B. den Betrieb eines Schankhauses.

 

Obwohl die Ständegesellschaft der Morag durch entsprechende Lebens- und Verantwortungsbereiche definiert ist und anfangs jedes Individuum durch Geburt einer gewissen Schicht angehört, sind die Grenzen nicht mehr so starr, wie es zu Zeiten ihrer Vorfahren der Fall gewesen war. Ein Aufstieg von einer niedrigeren Schicht ist auf unterschiedliche Weise möglich, aber auch nicht unbedingt einfach. Sehr häufig kommt es jedoch nicht vor und wird streng von der Obrigkeit überwacht, alleine aus dem Grund, um die Stabilität der Gesellschaft nicht zu gefährden. Immerhin lebt sie von dem pyramidenartigen Verhältnis der 4 Stände.

 


Manori     Nasren     Nasrime

 

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