Nasrime

Kurzbeschreibung

Allgemeines

Die Nasrime sind ein Volk ohnegleichen auf Kataria. Keines ist wie sie. Sie werden von den anderen Völkern als Untote, Wiedergänger und Gefallene bezeichnet. Ihre Heimat sind die Kontinente Anmir und Askis.


 Aussehen / Äußeres

 

Ihr Erscheinungsbild ist schwer zu beschreiben, da Nasrime aus beinahe jedem anderen Volk Katarias hervorgehen können. Vorwiegend stammen sie jedoch von den Nasren ab und besitzen so auch vorwiegend deren Aussehen.

 

Markant an ihnen sind jedoch die violettstichigen Pupillen und je nach Wiedererweckungszeitpunkt nach dem Tod noch gewisse andere Besonderheiten eines Verstorbenen. Eine zumeist fahlweise, eingefallene Haut ist ebenso typisch wie die stark hervorgetretenen, beinahe violett wirkenden Adern darunter. Da ihr körperlicher Zerfall nicht aufzuhalten ist, mehren sich die Merkmale. Sie sind zu zahlreich, um im Detail genannt zu werden, aber eines haben sie jedoch alle gemein. Die Nasrime sind dadurch eindeutig erkennbar und können ihre Herkunft nicht verschleiern.


 Besonderheiten

 

Alleine die Existenz der Nasrime ist besonders. Aber aufgrund dieser Tatsache existiert tatsächlich noch mehr. Sie sind vor allem intelligent und führen ein durchweg strukturiertes Unleben. Dies ist nur mit Hilfe von dunkler Magie möglich, die auch ihr Dasein erst ermöglicht hat. Ähnlich wie das Blut in den Adern von Lebenden pulsiert in ihren das verdorbene Makra und verlangsamt so gleichzeitig den körperlichen Zerfall enorm, ohne ihn ganz aufhalten zu können. Im Gegenzug dazu sind sie extrem lichtempfindlich und meiden die Sonne, wo es nur geht. Direktes Licht verbrennt ihren Körper in kürzester Zeit.

 

Nasrime sind sogar in der Lage ihre verdorbene Seele in einen anderen verstorbenen Körper zu verpflanzen, um so beinahe ewig weiterzuleben. Trotz alledem sind auch sie sterblich. Der endgültige Tod kann künstlich erfolgen, wie bei jedem anderen Lebewesen auch. Ein Stich durch das Herz, eine durchgeschnittene Kehle oder ein zertrümmerter Schädel sind nur drei Beispiele dafür.


 Entwicklungsstand

 

Die Nasrime befinden sich auf einen deutlich höheren Entwicklungsstand als die meisten anderen Völker Katarias. Das haben sie vor allem ihrer recht langen Verweildauer zu verdanken. Die ihnen gegebene Zeit haben sie genutzt, um die alten, technischen Errungenschaften ihrer Urahnen neu zu entdecken und zu erforschen. Es ist ihnen sogar möglich, diese zu reparieren und zum Teil auch selbstständig herzustellen.


Sprache

 

Obwohl die Nasrime sich im Umgang mit anderen Völkern vorwiegend im alten Sanim und einigen davon abstammenden Dialekten verständigen, verwenden sie unter Ihresgleichen die Sprache der Xaovoun, das Xor, zur Kommunikation.




Kultur

 Lebensweise

 

Aufgrund ihrer hohen Lichtempfindlichkeit haben sich die Nasrime unter die Erde zurückgezogen. Sie haben im Untergrund stellenweise riesige, bewohnte Höhlensysteme angelegt, die oberhalb nichts weiter sind als unscheinbare und gewöhnlich aussehende Städte und Dörfer. Einige davon sind zerstört oder von Kämpfen gegen die vormals dort lebenden Völker geprägt. Wenn es sich anbietet, nutzen die Nasrime auch Gebirgsregionen. Voraussetzung hierfür sind von der Natur angelegte und nutzbare Höhlen, die sie weiter ausbauen können.

 

Dank ihres untoten Daseins entfallen einige grundlegende Bedürfnisse. Sie müssen nicht essen oder trinken, brauchen nur geringe Erholungsphasen und werden nicht krank. Daher sind in ihren Gebieten größtenteils weder Landwirtschaft noch Viehzucht zu finden. Die Gegend wirkt geradezu ausgestorben und ist ein erster, offensichtlicher Vorbote ihrer Anwesenheit. Nur dort, wo von ihnen versklavte Nasren oder andere Völker leben, findet sich ein Mindestmaß an den normalen Versorgungsstrukturen.

 

Am kulturellen Austausch oder gar auf Handel legen die Nasrime keinen Wert. Sie nehmen sich, was sie brauchen, solange ihnen niemand Widerstand entgegenbringt oder sie keinen Vorteil aus einem zunächst friedlicheren Kontakt ziehen können. Das beste Beispiel sind die Morag. Mit ihnen pflegen die Nasrime einen bisweilen neutralen Kontakt. Der Grund dafür ist in der Natur dieses seltsamen Volkes zu suchen. Immerhin ist ein Teil von ihnen Xaovoun und das hat die Neugier der Nasrime geweckt.


 Glaube

 

Ähnlich wie bei den Nasren ist auch der Glaube bei den Nasrimen exorbitant wichtig. Er ist schließlich die Quelle ihrer Macht und Existenz. Statt an die Erlösung durch die Shivoun zu glauben, sehen sie die Xaovoun als ihre Erretter, die ihnen das untote Dasein geschenkt und ihnen somit ein in ihren Augen quälendes Leben voller Schmerzen, Sorgen und anderen lästigen Gefühlen erspart haben.

 

Aus dem Grund sind die Nasrime bereitwillig dabei auch den anderen Völkern dieses Geschenk zu unterbreiten oder die Uneinsichtigen unter ihnen schlichtweg dem Tod direkt zu zuführen. Sie sehen sich als Wegbereiter einer neuen Welt, die nur von den Xaovoun als die einzig wahren Erlöser beherrscht werden sollte.


Magie

 

Die Magie ist DIE Grundlage ihrer Existenz. Jeder Nasrime ist davon erfüllt. Somit ist Magie zwar allgegenwärtig, aber in der Anwendung nicht jedem erlaubt. Nur Magiewirker und die dunkle Priesterschaft dürfen sich ihrer bedienen. Elementarmagie gehört ebenso zu ihrem Können wie die Schattenmagie. Letztere ist allerdings vorwiegend den Angehörigen der dunklen Priesterschaft vorbehalten (auch sie sind Magiewirker).

 

Aufgrund ihrer Unsterblichkeit haben die Nasrime auch alle Zeit ihre magischen Fertigkeiten zu perfektionieren und sind daher eines der wenigen Völker, das Magiewirker hervorbringt, die die Elementarmagie in all ihren Bereichen vollständig beherrschen können und nicht bloß einen oder maximal zwei Teilbereiche davon.

 Rituale

 

Bei den Nasrimen existieren wenige, doch dafür sehr stark etablierte und überlebensnotwendige magische Praktiken, die vor langer Zeit schon in den Status eines Rituals erhoben worden sind. Die ersten davon waren das Balsamieren von Verstorbenen und die anschließende Wiedererweckung. Darauf folgte irgendwann auch die Seelenwanderung, bei der ein Körper gegen einen neuen ausgetauscht wird.

 

Zeitgleich dazu etablierten sich zyklisch auftretende Zusammenkünfte, um den Xaovoun ihre Ehrerbietung und Treue zu bezeugen. Anfangs fanden diese Treffen noch des Nachts und unter freiem Himmel statt, doch mit der heranwachsenden Gesellschaft und ihrer Lebensart kamen bald entsprechende Gebäude hinzu, ähnlich der der Nasren, und lösten diese ungesicherten Kultstätten ab. Die Tempel der Xaovoun dienen seither sogar der Wiedererweckung, der Seelenwanderung und der Weihung, die Novizen zu einem vollwertigen Mitglied der dunklen Priesterschaft erheben.


 gesellschaftliche Struktur

 

Der Aufbau der nasrimischen Gesellschaft ist simpel und effektiv. Die dunkle Priesterschaft stellt die Führung in Form eines Rates. Dieser besteht aus sieben Mitgliedern. Von ihnen geht jegliche Entscheidungsgewalt aus. Jedes von den Nasrimen besetzte Gebiet wird von ihnen verwaltet. Ausgeführt werden ihre Befehle durch das Militär, das bereits einen sehr großen Teil ihrer Gesellschaft ausmacht. Unterstützt werden die Soldaten gelegentlich durch die Elementarwirker (allgemeine Bezeichnung für die Magiewirker, die sich der Elementarmagie bedienen).

 

Ganz unten im hierarchischen Aufbau der nasrimischen Gesellschaft findet man unter anderem die Gelehrten, Forscher und einfachen Arbeiter. Sie sind nicht ganz so zahlreich wie das Militär, aber mindestens genauso wichtig. Denn ohne sie hätte dieses Volk nicht den Entwicklungsstand, den es heute für sich beansprucht.


Manori    Nasren     Morag

 

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